Das Neuburger Schloßfest

Zum geschichtlichen Hintergrund des Neuburger Schloßfestes

Beim Neuburger Schloßfest wird die Zeit des wohl bedeutendsten Neuburger Fürsten, nämlich Pfalzgraf Ottheinrich, nachgespielt. Ottheinrich war der erste Herzog des Fürstentums "Junge Pfalz" oder auch "Pfalz Neuburg" genannt und lebte von 1502 bis 1559. In Neuburg herrschte er von 1521 bis 1556. Ottheinrich war ein typischer Renaissancefürst: prachtliebend, belesen und sinnesfroh.

Doch wie kam es zum Fürstentum Pfalz-Neuburg:
Herzog Georg der Reiche von Landshut, bekannt durch seine prachtvolle Hochzeit mit der polnischen Königstochter Hedwig am 14. November 1475 (diese Hochzeit wird heute noch als "Landshuter Hochzeit" nachgespielt), hatte keine männlichen Nachkommen. Er setzte seinen Schwiegersohn Ruprecht von der Pfalz und dessen Ehefrau, seine Tochter Elisabeth als Erben ein. Damit verstieß er gegen ein Wittelsbachisches Hausgesetz, das bestimmt hat, dass nur an männliche Nachkommen vererbt werden kann. Das Landshuter Herzogtum, zu dem auch Neuburg gehörte, wäre somit nach seinem Tode an München gefallen. Als Herzog Georg der Reiche 1503 in Ingolstadt verstarb, wollten sowohl Ruprecht von der Pfalz mit Elisabeth als auch die Münchener Herzöge Albrecht der IV. und Wolfgang das Erbe antreten. Es entstand der sogenannte Landshuter Erbfolgekrieg, der äußerst grausam geführt wurde und weite Teile Bayerns zerstörte. Ruprecht und Elisabeth hatten zwei Söhne, Ottheinrich 1502 geboren und Philipp, der 1503 auf die Welt kam. Die Eltern der beiden Prinzen verstarben kurz hintereinander im Jahre 1504. Die beiden Knaben waren damit Vollwaisen. Die Auseinander­setzung wurde durch den Kölner Schiedsspruch von 30. Juli 1505 von König Maximilian I., dem späteren Kaiser beendet. Für die beiden Prinzen wurde ein eigenes, kleines Herzogtum geschaffen. Neuburg wurde Residenzstadt. Ottheinrich und Philipp wurden die ersten Fürsten dieses kleinen Herzogtums, das geographisch zerrissen war. Gehörten doch beispielsweise Lauingen, Höchstätt und Gundelfingen genauso dazu wie Monheim, Hilpoltstein, Weiden und Burglengenfeld. Bis 1522 wurde den beiden Knaben Herzog Friedrich von der Pfalz, ihr Onkel als Vormund zur Seite gestellt. Ab 1522 traten die beiden die Herrschaft in Neuburg an.

Von Anfang an war Ottheinrich dominierend, Philipp regierte nie in Neuburg mit. Ottheinrich ließ in Neuburg Süd-, Nord- und Westflügel des Schlosses errichten baute das Schloß Grünau und vieles andere mehr. Wie bereits oben erwähnt war er ein sehr belesener, weitgereister und prachtliebender Fürst. Ottheinrich war wohl der für Neuburg wichtigste Herrscher. Nicht umsonst nennt sich Neuburg auch noch heute Ottheinrichstadt. Auf Ottheinrich folgten noch sieben weitere Fürsten, bis 1805 Pfalz Neuburg aufhörte als eigenständiges Fürstentum zu existieren.

Ottheinrich

Der Landshuter Fürstenhochzeit 1475 zwischen Herzog Georg dem Reichen und der polnischen Königstochter Jadwiga verdankt das Herzogtum »Pfalz Neuburg« seine Existenz.
Details >>

Reiterspiele

Die Reiterspiele haben eine lange Tradition in der Ottheinrichstadt Neuburg.
Details >>

Was ist Schloßfest

Was ist Schloßfest?
Details >>
Bildergalerie
Social-Media
Brauchtumspflege